Ein bisschen mehr Bescheidenheit wäre angebracht

Veröffentlicht in Presse

Dem Lob der Beselicher CDU im Artikel vom 23.09.2019 wollen wir uns nicht anschließen. Ein bisschen mehr Bescheidenheit wäre angebracht gewesen “. Darüber sind sich der Fraktionsvorsitzende der Beselicher SPD, Michael Jahn und der Vorsitzende des SPD Ortsvereines, Winfried Hartung, einig. „Wir würden eher die Bewertung aussprechen, dass sich die Gemeinde Beselich trotz des Bürgermeisters Franz positiv entwickelt hat.

Es ist sicherlich richtig, dass die Gemeinde über 4 moderne Bürgerhäuser verfügt, allerdings kann der Umbau zu zeitgerechten Bürgerhäusern nicht auf seine Fahne geschrieben werden. Diese hatten wir bereits vor dem Amtsantritt des BM. Was die Ausgestaltungen um das BGH in Heckholhausen angeht, geben wir die Lorbeeren lieber an den Arbeitskreis Dorferneuerung weiter. Dort wurden nämlich Konzeption und Inhalte für die Heckholzhäuser Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. Auch in Bezug auf die Friedhofskonzepte verweisen wir gerne auf den Schupbacher Ernst Jäger, unter dessen Federführung als Mitglied der SPD-Fraktion schon vor über 10 Jahren entsprechende Konzepte ausgearbeitet wurden, die insbesondere von der Beselicher CDU ignoriert wurden. Heute möchte sich die CDU gern als Initiator und Unterstützer feiern lassen und sich somit mit fremden Federn schmücken. In Sachen Jugendarbeit scheint das Kurzzeitgedächtnis der CDU ebenfalls gewissen Schwächen zu unterliegen. Anträgen der SPD auf Aufstockung der Stelle der Jugendpflege auf eine Vollzeitstelle stand sie jahrelang ablehnend gegenüber. Unisono mit BM Franz, der die Auffassung vertrat, die Bedarfe der Beselicher Jugend mit einer halben Stelle abdecken zu können. Nicht vergessen wollen wir, dass die Abschaffung der Kindergartenbeiträge schon eine alte Forderung der SPD war, die aber laut BM Franz nicht zu finanzieren sei. Das Gegenteil hat sich herausgestellt. Erinnern wollen wir auch daran, dass die Abwassergebühren, wäre es nach dem Willen von BM Franz gegangen, heute bei 4,97 € je Kubikmeter stünden. Nicht zuletzt auf Betreiben der SPD hat das Parlament am 13.11.2017 dem Einhalt geboten. Dazu passt, dass nicht der Bürgermeister dafür gesorgt hat, dass in Beselich keine Straßenbeiträge mehr erhoben werden. Auch ist es nicht seinem Engagement zu verdanken, dass die Anwohner des Boxberges in Heckholzhausen deutlich weniger an der Sanierung der Straße zu beteiligen waren. Hätte der BM alleine entscheiden können, hätte es keine Prüfung gegeben, ob den Anliegern der Hahlbergstraße in Niedertiefenbach die Kosten der Straßenerneuerung zurückerstattet werden können. Hierzu hat die Gemeindevertretung den Bürgermeister durch einen entsprechenden Beschluss lenken müssen.

Alles in allem können wir feststellen, dass es den Bürgerinnen und Bürgern heute finanziell schlechter gehen würde, wenn es nach dem Bürgermeister und der CDU gegangen wäre, die in Anbetracht zu erwartender Mehrheiten in der Gemeindevertretung dann jeweils doch mitstimmte. Abschließend stellen Michale Jahn und Winfried Hartung fest, dass die Vielzahl der Initiativen, durch die Gemeindevertretung erfolgten und nicht vom Bürgermeister initiiert wurden.

 

 
 

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