SPD Beselich

„SPD Beselich“

Herzlich willkommen

Wir begrüßen Sie zum Internetauftritt der SPD Beselich und freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben.

Es lohnt sich öfters mal vorbeizuschauen, gerne auch persönlich, um mit uns aktiv zu werden. 

Ihre SPD Beselich

 

 

Veröffentlicht in Topartikel Kommunalpolitik
am 19.10.2020

Der Gemeindevorstand wird aufgefordert die vereinnahmten Straßenbeiträge aus der Zweitausbausatzung der Anlieger der Hahlbergstaße sofort zurückzuzahlen.

Sollte der Gemeindevorstand diesem Beschluss nicht nachkommen, widersprechen oder rechtliche Bedenken bestehen ist der Klageweg unmittelbar zu beschreiten. So der Antrag der SPD Fraktion zur kommenden Sitzung der Gemeindevertretung.

 

Veröffentlicht in Kommunalpolitik
am 23.10.2020

Der Gemeindevorstand wird aufgefordert für Beselich zu Prüfen ob bzw. wie das Modellprojekt Gemeindeschwester+, aus Rheinland-Pfalz für Beselich anwendbar ist. Dabei entstand durch „Gemeindehelfer/in“ ein Instrument der aufsuchenden Sozialarbeit für die ältere Generation. Die Ergebnisse der Prüfung sind dem Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Sport und Kultur vorzustellen.

 

Veröffentlicht in Allgemein
am 02.10.2020

Von Franz-Josef Sehr

Am 7. Oktober 2020 würde der wohl bekannteste Sohn Obertiefenbachs bzw. Beselichs 100 Jahre alt werden. Georg Leber wurde am 7. Oktober 1920 in Obertiefenbach geboren und starb am 21. August 2012 in Schönau am Königssee. Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Bergfriedhof von Berchtesgaden. Leber wuchs in der Steinbacher Straße Nr. 126 auf und besuchte die Volksschule von 1927 bis 1935.

 

Veröffentlicht in Kommunalpolitik
am 07.09.2020

Der Gemeindevorstand wird aufgefordert am Alten Friedhof in Heckholzhausen eine Beschilderung - über den Ort und die erfolgte Gestaltung - anfertigen und anbringen zu lassen.

Der Bürgermeister wird gebeten regelmäßige Kontrollen der Parksituation in diesem Bereich durchführen zu lassen. Auch könnte eine direkte Ansprache der Speditionen durch die Gemeinde erfolgen.

 

Veröffentlicht in Kommunalpolitik
am 02.09.2020

Vor geraumer Zeit wurde in den Ortsteilen Niedertiefenbach und Heckholzhausen die Planung der Friedhöfe vorgestellt. Auch in den Ausschüssen wurden die Planungen zustimmend zur Kenntnis genommen.

Wir fragen hiermit an:

Wann ist mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen zu rechnen?

Wurden mittlerweile Aufträge für die Maßnahmen durch den Gemeindevorstand vergeben?

Bei den Bürgerversammlungen in Heckholzhausen, wurde als Umsetzungszeitpunkt Herbst 2019 genannt. Wie und warum kam es zu den Verzögerungen?

 

Veröffentlicht in Kommunalpolitik
am 31.08.2020

Douglasien Anpflanzung auf einer Windwurf Fläche

Der diesjährige Waldbegang führte die Gemeindevertreter/innen am 29.08.2020 in die Gemarkung Niedertiefenbach.

 

Hier konnten sich die Mandatsträger/innen vor Ort ein eigenes Bild von der aktuellen Situation machen.

 

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100. Geburtstag von Ehrenbürger Georg Leber

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Am 7. Oktober 2020 würde der wohl bekannteste Sohn Obertiefenbachs bzw. Beselichs 100 Jahre alt werden.

Georg Leber wurde am 7. Oktober 1920 in Obertiefenbach geboren und starb am 21. August 2012 in Schönau am Königssee. Er war Gewerkschaftsführer und SPD-Politiker sowie Bundesverkehrsminister (1966–72), Bundespostminister (1969–72), Bundesverteidigungsminister (1972–78) und Bundestagsvizepräsident (1979–83).

Leber wurde als Sohn des Maurers Jakob Leber und der Hausfrau Elisabeth geb. Geis in der Steinbacher Straße Nr. 126 in Obertiefenbach geboren und wuchs dort auf. Er besuchte die Volksschule von 1927 bis 1935 in Obertiefenbach und gehörte der katholischen Konfession an. Er absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und anschließend eine Maurerlehre. Im Zweiten Weltkrieg war er von 1939 bis 1945 Funker bei der Luftwaffe, zuletzt als Unteroffizier.

Nach 1945 arbeitete er im Baugewerbe und trat 1947 der Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden bei. 1949 wurde er hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär in Limburg, drei Jahre später Redakteur der Gewerkschaftszeitung „Der Grundstein“. Im Juli 1952 wurde er in den Hauptvorstand dieser Baugewerkschaft berufen und war von 1955 bis 1957 Zweiter Vorsitzender sowie schließlich von Oktober 1957 bis 1966 deren Bundesvorsitzender. Zudem war er Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes und des geschäftsführenden Vorstands des Internationalen Bundes der Bau- und Holzarbeiter sowie Präsident des gemeinsamen Ausschusses der Gewerkschaften in der Bau- und Holzwirtschaft in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Es herausragende Ereignis in seiner Gewerkschaftstätigkeit war der Besuch des US-Präsidenten J. F. Kennedy am 26. Juni 1963 auf dem außerordentlichen Gewerkschaftstag der Bau-Steine-Erden in West-Berlin. Dort überreichte Leber dem überraschten Kennedy einen Blumenstrauß von den Genossen aus Ost-Berlin, obwohl sie seit August 1961 die Berliner Mauer trennte. Anschließend fuhr der US-Präsident zum Rathaus Schöneberg wo er bei seiner Rede das weltbekannte Zitat „Ich bin ein Berliner“ aussprach.

Leber war von 1957 bis 1983 Mitglied des Deutschen Bundestags. Von 1961 bis 1966 war er Mitglied des SPD-Fraktionsvorstandes. Von 1979 bis 1983 war er Bundestagsvizepräsident. Vom 27. Februar 1958 bis zum 25. Februar 1959 war er zugleich Mitglied des Europäischen Parlaments.

Georg Leber übernahm am 1. Dezember 1966 das Amt des Bundesministers für Verkehr. In dieser Zeit entstand der umgangssprachlich nach ihm benannte „Leber-Plan“, der die Verlagerung des Transports von Massengütern von der Straße auf die Bahn vorsah. Durchsetzen konnte er sowohl eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h für Straßen außerhalb der Ortsgebiete als auch eine Begrenzung des zulässigen Blutalkoholgehaltes auf 0,8 Promille für Kraftfahrer.

Das Amt als Bundesverkehrsminister behielt er auch nach Bildung der sozialliberalen Koalition unter Willy Brandt im Oktober 1969. Im Kabinett Brandts leitete er in Personalunion auch das Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen. Am 7. Juli 1972 übergab er beide Ministerien an Lauritz Lauritzen und wurde Nachfolger von Helmut Schmidt als Bundesminister der Verteidigung.

Leber galt als ein unter den Bundeswehrangehörigen sehr beliebter Verteidigungsminister und wurde von ihnen als Soldatenvater bezeichnet. Seine Amtszeit prägte ein starker Aufrüstungsschub der Bundeswehr; unter anderem wurde der Endausbau von 36 Brigaden des Feldheeres verwirklicht sowie für die Infanterie das Panzerabwehrlenkraketensystem MILAN in ausreichender Stückzahl eingeführt.

Im Jahr 1965 war Georg Leber an der Gründung der Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung (heute Ing-DiBA AG) als Ideengeber maßgeblich beteiligt.

Von 1981 bis 1997 war Leber Vorsitzender des Vorstandes des Internationalen Bundes (anschließend Ehrenvorsitzender), eines freien Trägers der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit.

In den Jahren 1990 bis 1993 gehörte er dem Beirat der gemeinnützigen Bertelsmann Stiftung an.

Leber war römisch-katholisch und gehörte von 1967 bis 1971 und von 1974 bis 1994 dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken an.

Im Jahr 1943 heiratete er Erna-Maria Wilfing. Aus dieser Ehe stammt sein Sohn Manfred. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete er 1985 Katja Vojta. Leber wohnte zuletzt in Schönau am Königssee im Berchtesgadener Land.

Sein Hobby war das Malen. In der Städelschule in Frankfurt befasste der sich insbesondere mit dem Impressionismus. Sein Vorbild war ein bekannter englischer Maler.

Seine letzte Ruhestätte fand Georg Leber auf dem Bergfriedhof von Berchtesgaden.

Neben hohen nationalen und internationalen Auszeichnungen ernannte ihn die Gemeinde Obertiefenbach im Juni 1969 zu ihrem Ehrenbürger. Während seiner Auszeichnung in der Mehrzweckhalle fuhren hunderte von Lastwagen in einem Korso durch den Ort, um gegen den nach ihm benannten „Leber-Plan“ (Schwerverkehr von der Straße auf die Schiene) zu protestieren.

Die Gemeinde Beselich gab nach einstimmigem Beschluss der Gemeindevertretung und nach Zustimmung des Kreisausschusses des Landkreises Limburg-Weilburg der Sporthalle Obertiefenbach am 12. Dezember 2015 den Namen „Georg-Leber-Halle“ und würdigte damit posthum die Verdienste des verstorbenen Ehrenbürgers ihrer Gemeinde.

Die Industriegewerkschaft Bau-Agrar-Umwelt verlieh am 17. Juni 2013 erstmals den Georg-Leber-Preis. Sie ehrt mit dem Preis im Namen von Georg Leber Menschen, die in herausragender Weise Zivilcourage gezeigt haben. Als erste Person wurde Wolfgang Thierse ausgezeichnet.

Das Seminar- und Tageszentrum des Internationalen Bundes (IB) in Kelkheim (Taunus) trägt den Namen „Georg-Leber-Haus“.

Zum 60. Jubiläum der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf am 6. Juli 2017 wurde die Liegenschaft, deren Grundstein er seinerzeit als Verteidigungsminister gelegt hatte, in Georg-Leber-Kaserne benannt.

Besondere Verbindung zu seinem Heimatort Obertiefenbach

Georg Leber hat nie die Verbindungen zu seinem Heimatort abbrechen lassen. Bei seinem Bruder Willibald mit seiner Familie war er häufig zu Besuch.

In seiner Heimatgemeinde war er mehrmals Schirmherr oder Ehrengast bei Jubiläumsveranstaltungen.

Besonders nahe stand Leber dem Sängerchor Frohsinn (SCF), in dem er bereits in jungen Jahren Mitglied war. So stand er als Gewerkschaftschef an Fastnacht 1966 bei einer Kappensitzung des SCF auf der Bühne mit der damals in Obertiefenbacher wohnenden jungen Sängerin Mary Roos. Die Heimatstube Obertiefenbach besuchte er im Jahr der Neueröffnung 1998 und überließ einige interessante Exponate. Das letzte Mal trat er in seinem Heimatort in der Öffentlichkeit beim 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr im Juli 2005 auf.

Vielen Obertiefenbachern ist sein 60. Geburtstag, den er am 7. Oktober 1980 in der Mehrzweckhalle feierte, in bleibender Erinnerung. Die große Bonner Politik (darunter Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher, Hans Apel, Richard von Weizäcker, Richard Stücklen), die Hessische Landesregierung (Ministerpräsident Holger Börner mit fünf Minister und Albert Osswald), führende Gewerkschafter, Bundeswehr-Generäle und -Stabsoffiziere, Vertreter von Wirtschaft, Medien und Kirche, Kommunalpolitiker und Schulkameraden und -kameradinnen waren neben seiner Familie und Verwandten zugegen.

In seiner kurzen Dankesrede ging er auf die Verbindung der vielen bekannten Gäste zu seinem Heimatort wie folgt ein: „Zehntausende Mal bin ich in meinem Leben gefragt worden, jetzt zu meinem Sechszigsten, zeige ich denen mal, wo Obertiefenbach liegt“

Die Heimatstube Obertiefenbach bietet eine Vielzahl von Exponaten zum Obertiefenbacher Ehrenbürger in ihrer Ausstellung. Hierzu gehören interessante Presseartikel, Bulletins, Briefe an Leber von internationalen Persönlichkeiten sowie Fotos (u.a. mit J. F. Kennedy, Jimmy Carter, Papst Paul VI., Papst Johannes Paul II., Willy Brandt, Helmut Schmidt, Heinrich Lübke) und verliehene Auszeichnungen. Die Original Ernennungsurkunde zum Bundesverteidigungsminister wird besonders bewundert.

Text: Franz Josef Sehr

 

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