Jörg Sauer soll Landrat werden

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SPD will den Verwaltungsfachmann und ehemaligen Löhnberger Bürgermeister als Kandidaten nominieren

Jörg Sauer soll Landrat werden. Dies gab Tobias Eckert, Vorsitzender des SPD im Landkreis Limburg-Weilburg, nach einer gemeinsamen Sitzung des Unterbezirksvorstandes mit den Vorsitzenden der Ortsvereine und der Kreistagsfraktion bekannt.

Die offizielle Nominierung des ehemaligen Löhnberger Rathauschefs soll in einer SPD Kreismitgliederversammlung am 18. Mai erfolgen. Ausschlaggebend dafür seien, so Tobias Eckert, Sauers umfassenden Fachkennnisse in allen wesentlichen Bereichen der Verwaltung, sein vielfältiges soziales, kulturelles und gesellschaftliches Engagement und die Erfahrungen, die er in fast zehnjähriger Tätigkeit in der Privatwirtschaft sammeln konnte. „Diese Kombination aus Fachwissen in Verwaltung und Unternehmen und jahrzehntelangem Engagement in und für unsere Region sind ideale Voraussetzungen für dieses anspruchsvolle Amt“, so Eckert.

Jörg Sauer, Jahrgang 1963, besuchte die Jakob-Mankel Grundschule und das Gymnasium Philippinum in Weilburg. Nach seinem Abitur 1982 und Wehrdienst studierte er an der Fachhochschule für Verwaltung in Gießen. Von 1987 bis 1989 arbeitete er im Bauamt des Landkreises Limburg-Weilburg und wechselte von dort in die „Stabsstelle“ der Verwaltung, das Referat „Oberste Kreisorgane“. Sauer arbeitete von dieser Stelle aus nicht nur mit allen Dezernaten, Abteilungen und anderen Behörden zusammen, sondern war zudem unmittelbarer Mitarbeiter des Landrates, des Kreistages und des Kreisausschusses.

1996 kandidierte er für das Amt des Bürgermeisters in Löhnberg, das er nach gewonnener Wahl 1997 antrat. Seine deutliche Wiederwahl 2003 erfolgte mit Unterstützung aller Parteien in der Gemeinde Löhnberg. In dieser Zeit engagierte sich Sauer nicht nur in wichtigen Gremien des Landes Hessen – er war u.a. Vorsitzender des Finanzausschusses des Städte- und Gemeindebundes in Hessen und im Vorstand der Parteiunabhängigen Bürgermeister einer der beiden Sprecher dieser Vereinigung – sondern setzte sein Engagement auch in sozialen und gesellschaftlich relevanten Vereinen und Institutionen fort., so z.B. im Vorstand des Förderkreises der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg als dessen stellvertretender Vorsitzender.

Nach dem selbstgewählten Ausscheiden aus dem Amt des Bürgermeisters beteiligte er sich 2009 mit zwei Partnern aus Gießen an dem jungen, gerade in Gründung befindlichen Maschinenbauunternehmen „Pyreg“ in Rheinland-Pfalz. Weltweit einzigartig verfügt das Unternehmen über ein Verfahren, Biomassen, Bioabfälle und Klärschlämme so zu verarbeiten, dass Co2 aus der Atmosphäre dauerhaft gebunden wird und gleichzeitig ein wertvoller Rohstoff und Energie entsteht. Der Lohn: Zahlreiche Auszeichnungen und Preise in Deutschland, zudem den Klimaschutzpreis Österreich 2012. „Dadurch weiß ich was es bedeutet, ein Unternehmen in Deutschland in den Markt zu führen und dort zu halten“, so Sauer, „und wie Verwaltungen dabei gezielt helfen können“. 2017 beendete er seine Beteiligung am Unternehmen, denn „jetzt läuft`s“, so Sauer.

2011 gründete er zudem gemeinsam mit seinem Freund und ehemaligen Bürgermeister von Hünfelden Norbert Besier das Büro „VIS 21“ in Limburg. Neben klassischer Beratungsarbeit für Unternehmen und Kommunen galt und gilt ein Schwerpunkt der Projektarbeit „Erneuerbare Energien“, wobei Sauer für den Bereich Biomasse und Solartechnologie zuständig war. Mehrere Großprojekte, so am Flughafen Hahn und in Bayern, wurden von ihm entwickelt und betreut.

Seit Ende letzten Jahres begleitet Jörg Sauer federführend ein neues, ebenfalls Zukunft weisendes Projekt: Eine Technologie, die es ermöglicht, multiresistente Keime in der Raumluft auf rein physikalischem Wege abzutöten. Die umfangreichen Studien in Marburg waren erfolgreich, produziert wird die Technologie von einem mittelständischen Unternehmen aus der Region, der erste Großauftrag wurde erteilt.

Neben diesem beruflichen Weg gibt es noch die private und ehrenamtliche Seite von Jörg Sauer. Seit Langem ist er – auch in führender Position - in sozialen und kulturellen Institutionen aktiv, Mitglied in über 15 Vereinen von Freiwilligen Feuerwehren bis Förderverein Hessenklinik, von VDK bis zum Verein Weilburger Schlosskonzerte, dessen Vorsitzender er nach seiner Bürgermeisterzeit für mehrere Jahre war. „Ob Kultur, Sport oder Soziales, was Vereine leisten, weiß ich aus eigener, umfangreicher Erfahrung“, so Sauer, der eine besondere Liebe zur Musik pflegt.
Schon früh war er selbst im heimischen Gesangverein aktiv, spielte Trompete und war auf und hinter der Bühne bei zahlreichen Veranstaltungen mit von der Partie. Nach seiner Bürgermeisterzeit organisierte und moderierte er ehrenamtlich Konzerte und schrieb die Texte für zwei Opern. Vom Kammerensemble Classic der Deutschen Oper Berlin, das mehrfach auch in Runkel für Begeisterung gesorgt hatte, wurde er dafür 2017 zum Ehrenmitglied ernannt.

„Als der Wunsch an mich herangetragen wurde, als Landrat zu kandidieren, habe ich sowohl auf Kopf als auch Bauch gehört“, so Sauer. Er habe bereits nach wenigen Tagen die große Lust verspürt, all diese Erfahrungen und das Wissen erneut in einer großen Verwaltung einzusetzen, noch dazu in seiner Heimat. „Ich wohne seit 1964 im Landkreis, in Weilburg und Löhnberg, und habe die längste berufliche Zeit meines Lebens in Limburg verbracht“, sagt Sauer.
Sein Freundes- und Bekanntenkreis ist überparteilich und bunt gemischt. „Da ist – fast – alles vertreten“, sagt Sauer. Beste Voraussetzungen, findet er, um Fürsprecher aller Menschen im Kreis zu sein.

Den Beruf des Landrats sieht er ohnehin nicht als den eines „reinen“ Politikers. In erster Linie gehe es darum, die größte Verwaltung des Landkreises zu leiten, täglich fachliche Entscheidungen zu treffen und den Menschen kompetent gegenüber zu treten. Die weitere Säule der Arbeit sei das Verständnis für die Region, ihre Sorgen, Nöte, Ängste, Erwartungen und Wünsche. Schließlich müsse er mit neuen Ideen und Zielen das Beste für den Kreis erreichen wollen. Dies wolle er als Landrat und Anwalt aller hier lebenden Menschen in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen.

Bis zur Nominierung am 18. Mai wird Jörg Sauer in allen Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften der heimischen SPD und weit darüber hinaus seine Themen und Ideen vorstellen und diskutieren.

„Mit Jörg Sauer als unserem Kandidaten für die Wahl zum Landrat unseres Landkreises setzen wir auf Sieg und nicht auf Platz. Wir wollen, dass Jörg Sauer seine und unsere Ziele für den Landkreis Limburg- Weilburg aus dem Amt des Landrats heraus vorantreiben und unsere Region gestalten wird. Ich freue mich sehr über seine Bereitschaft zur Kandidatur und bin überzeugt, dass er der Richtige für die Spitze unseres Landkreises ist“ erklärte Tobias Eckert abschließend.

 
 

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T. Eckert für Limburg-Weilburg in Wiesbaden

 

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