Aus für Beselicher Kinderkrippe

Veröffentlicht in Kommunalpolitik

Nun ist es tatsächlich so gut wie beschlossen: Nach einer Planungsphase von mehr als 3 Jahren und der Verschwendung von über 100.000 € wird in Beselich keine Kinderkrippe gebaut! Eine Mehrheit von CDU und Bürgerliste lehnte jetzt den Bau der Kinderkrippe in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ab.
Der tatsächliche finanzielle Schaden ist jedoch noch viel größer!

Mit der Entscheidung dürfte der seit 2009 bewilligte Landeszuschuss in Höhe von 360.000 € endgültig verloren sein. Somit liegt der Verlust und damit die Verschwendung von Steuern bei bereits 460.000 €! Damit aber noch nicht genug. Alle weiteren erforderlichen Maßnahmen für die Schaffung von Kinderkrippenplätzen müssen nun, Dank CDU und Bürgerliste, von unserer Gemeinde aus der eigenen Mitteln getragen werden.

Fragt man sich: Welche Gründe werden gegen den Bau der Kinderkrippe angeführt?
CDU und Bürgerliste behaupten, die Anzahl der Krippenplätze sei zu hoch, wenn die Kinderkrippe gebaut würde.
Dieses Argument ist nicht stichhaltig!
In Beselich leben zur Zeit 138 Kinder im Krippenalter (0-3 Jahre). Bis 2013 sieht das, (wohlgemerkt CDU geführte) Land Hessen die Bereitstellung von Krippenplätzen für 35% der 0-3 jährigen vor. Das würde für Beselich 48 Krippenplätze bedeuten. Mit der geplanten Kinderkrippe könnten diese 35% erreicht werden. Angemerkt sei, dass Nachbarkommunen in vorausschauender Planung bereits 40% Krippenplätze vorhalten und belegen. Eine Solche Versorgungsquote die zukünftige Entwicklungen einschließt, ist nun in weite Ferne gerückt. Eine 40%ige Versorgung würde 55 Krippenplätze für Beselich bedeuten.

Die Kinderkrippe sei zu teuer!
Im Jahr 2009 wurde den Gemeindegremien die Planung für eine solitäre Kinderkrippe vorgelegt. Diese sollte ca. 600.000 € kosten. Davon abziehbar, wäre der Landeszuschuss in Höhe von 360.000 € gewesen. Auf die Gemeinde Beselich wäre ein Eigenanteil in Höhe von ca. 240.000 € zugekommen! Diese Variante wurde von der SPD unterstützt, von CDU und der damaligen FDP/FWG abgelehnt.
In der Folge wurde das Projekt mit Seniorenwohnungen ergänzt und natürlich aufgrund dessen auch teurer, was nun aber der CDU zu teuer ist. Wir meinen: Kann man im Jahre 2009 die günstige Variante von sich weisen und im Jahr 2012, nachdem alle Ergänzungswünsche berücksichtigt wurden, das Projekt insgesamt als zu teuer ablehnen? Ein Schelm der böses dabei denkt!

Und wie geht es nun weiter?
Die Steuerverschwendung soll noch kein Ende haben. Die CDU schlägt nämlich vor, den potentiellen Betreiber, die Lahn Kinderkrippen, die Einrichtung bauen zu lassen. Da voraussichtlich kein Landeszuschuss mehr zur Verfügung steht, müsse die Gemeinde die kompletten Bau- und Finanzierungskosten an den Betreiber vergüten.

Was schlägt die SPD vor?
Sollte das Projekt Kinderkrippe endgültig in der kommenden Sitzung der Gemeindevertretung abgelehnt werden, sehen wir nach über dreijähriger Diskussion, das Thema zentrale Kinderkrippe als erledigt an.
Niemandem ist doch zu erklären, wieso nach der Verschwendung von 460.000 € die Diskussion um eine zentrale Krippe weiter geführt werden soll.
Es wird Zeit, das Taten folgen!
Wir schlagen daher vor, in den Ortsteilen in den bestehenden Kindertagesstätten die Krippenbetreuung zu integrieren. Dort wo es erforderlich ist, müssen die Kita`s vergrößert werden. Es müssen schnell Gespräche vor Ort geführt werden um einen Ausbau in Heckholzhausen, in Niedertiefenbach und in Schupbach zu gewährleisten. Das würde dazu führen, dass die Betreuung von 0-6 jährigen Kindern in dem Ortsteilen, in einer Einrichtung gewährleistet wäre. Außerdem würden die dezentralen Strukturen der Gemeinde gestärkt und der größtmögliche Betreuungsservice geboten.

 
 

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T. Eckert für Limburg-Weilburg in Wiesbaden

 

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