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Pressemitteilung zum Ortsbegehung in Niedertiefenbach

Das Thema der Ortsbegehung in Niedertiefenbach war einerseits die Besichtigung von „Baustellen“ und andererseits Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aufzunehmen und nach Möglichkeit umzusetzen. „Wir als SPD-Fraktion wollen“, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Martin Schulz, „die Baumaßnahmen, an denen sich die Gemeinde nicht unerheblich finanziell beteiligt, begleiten und Unterstützung anbieten, wo sie gebraucht wird. In diesem Zusammenhang danke ich Stefan Heinz, dem 1. Vorsitzenden des VfR sowie Mirko Mausbach, Jugendfeuerwehrwart und begleitender Architekt beim Projekt Anbau des Feuerwehrhauses in Niedertiefenbach, dass sie sich die Zeit genommen haben, die Mitglieder der SPD-Fraktion vor Ort zu informieren“. Der 1. Vorsitzende des VfR, Stefan Heinz, der quasi noch einen druckfrischen Zuwendungsbescheid über 50.000.-€, kurz zuvor überreicht durch den Sportkreisvorsitzenden Hermann Klaus, in den Händen hielt, begann seine Ausführungen über den Stand der Planungen mit dem Hinweis auf das Ziel, dass sich der VfR gesetzt hat. „Wir haben ca. 80 Kinder und Jugendliche die im Verein Fußball spielen. Wir als Verein müssen alles daran setzen, für diese jungen Menschen qualifizierte Trainingsbedingungen und entsprechende Sportstätten zur Verfügung zu stellen, wobei klar ist, dass ohne das finanzielle Engagement der Gemeinde dieses Projekt nicht zu stemmen ist. Die Realisierung des Kunstrasenplatzes ist eine Investition für die fußballspielenden Kinder und Jugendlichen, es ist somit eine entscheidende und notwendige Investition für die Zukunft des VfR Niedertiefenbach. Der VfR hatte sich schon frühzeitig Gedanken über seinen eigenen Beitrag zur Finanzierung gemacht und die Vereinsmitglieder stimmten vor Jahren u.a. einer Beitragserhöhung zu, die ausschließlich für den Bau des Kunstrasenplatzes angespart wird. Dass diese Entscheidung sinnvoll und notwendig war lässt sich auch daran erkennen, dass allein durch den Ausgleich des Diagonalgefälles Mehrkosten in einer Größenordnung von ca. 50.000.-€ entstehen werden. Ich bin optimistisch, dass wir noch in diesem Jahr den ersten Spatenstich durchführen werden, danach wird es im Frühjahr, nach dem Abschluss der Saison, mit dem eigentlichen Umbau losgehen. Für den Verein ist es keine Frage, dass der neue Platz nach der Fertigstellung den Kindern zugänglich sein muss. Eine Absperrung kommt für uns nicht in Betracht“. „Diese deutliche Aussage hören wir gern“, so der Fraktionsvorsitzende der Beselicher SPD, Michael Jahn, „denn wir sehen den Umbau zum Kunstrasenplatz als eine Bereicherung für die Kinder und Jugendlichen sowie für Beselich insgesamt. Eine restriktive Nutzung passt da nicht ins Bild. Zudem passt eine geschlossene Sportstätte nicht zu der offenen Jugendarbeit, die der VfR seit Jahrzehnten intensiv und erfolgreich betreibt und der auch wir als SPD Respekt, Anerkennung und Dank zollen“. Im Anschluss gab Mirko Mausbach der SPD-Fraktion einen Überblick über den Stand der Arbeiten. „Ich bin stolz über das Engagement unserer Mitglieder, die bisher in gut 3.000 ehrenamtlichen Stunden eine gewaltige Eigenleistung erbracht haben. Die Estricharbeiten, das Dach und die Tore mussten wir fremd vergeben, den Rest haben wir faktisch in Eigenleistung auf die Beine gestellt. Ohne den Einsatz aller Beteiligten schmälern zu wollen, sind wir doch sehr froh, dass ein Mitglied der FFW und ortsansässiger Bauunternehmer den Innen- und Außenputz zum Selbstkostenpreis angebracht hat. Den zur Verfügung stehenden zusätzlichen Raum werden wir für unsere 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 25 Mitglieder der Einsatzabteilung optimal nutzen. Die Unterstellung des neuen MTF benötigt zwar einen Großteil des neu geschaffenen Platzes, aber wir werden eine kleine Küchenecke für Bereitschaftssituationen einrichten sowie unter dem sehr gut gedämmten Dach einen Raum für die Jugendfeuerwehr sowie ein kleines Büro für den Wehrführer vorsehen. Ganz ohne Bürokratie geht es nicht und daher wären wir froh, wenn die Gemeinde, das betrifft mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Wehren der drei anderen Beselicher Ortsteile, uns für die Materialprüfungs- und Ausstattungsregistrierungsarbeiten technische Unterstützung zur Seite stellen würde. Bis dato werden diese Tätigkeiten per Hand im Feuerwehrhaus auf Papier übertragen und zu Hause werden die Daten in den privaten PC eingespeist. Ein Laptop mit der entsprechenden Software „Florex“ wäre äußerst hilfreich. Alle zu erhebenden Daten könnten sofort an Ort und Stelle erfasst und eingegeben werden. Ansonsten sind wir mit unserer Ausstattung, insbesondere auch mit dem neuen Mannschaftstransportwagen, sehr zufrieden und sehen uns, wenn die Baumaßnahme beendet sein wird, über Jahre sehr gut aufgestellt und ausgestattet. Wenn weiter alles nach Plan läuft, feiern wir im Mai 2012, dann nach fast genau 2-jähriger Arbeit, die Einweihung unseres erweiterten Feuerwehrhauses“. „Wir haben heute hier eine sehr gute Investition in die Zukunft sehen können, die auch dem ehrenamtlichen Engagement für unsere Bürger Rechnung trägt und wir werden den Wunsch nach technischer Unterstützung aufgreifen und den Gemeindevorstand bitten, das Anliegen zu prüfen und die Hilfsmittel bereitzustellen“, so Michael Jahn am Ende der Besichtigung. Ein Stück Enttäuschung macht sich sowohl bei der SPD-Fraktion als auch bei den Bauwilligen in Niedertiefenbach breit, weil sich in Sachen Neubaugebiet in Niedertiefenbach nichts Erkennbares tut. Vor Jahren hatte die Gemeindevertretung einen Flächennutzungsplan beschlossen, in dem ein Streifen vom Neuen Tal, über den Harte Weg bis hin entlang der Dehrner Straße als zukünftiges Wohnbaugebebiet ausgewiesen wurde. Ärgerlich ist, so bewertet die SPD-Fraktion die Lage, dass im letzten, vom ehemaligen Bürgermeister Rudersdorf aufgestellten Investitionsplan bereits Mittel für die Erschließung des Neubaugebietes in Niedertiefenbach vorgesehen waren, es aber noch immer keine Entscheidungen gibt. Zwar wisse man, dass im Frühjahr ein Planungsbüro beauftragt worden ist, aber das Jahr neigt sich bald dem Ende zu und konkrete Aussagen, wann denn die Niedertiefenbacher Bauwilligen mit einem Baugebiet rechnen können, stehen noch immer aus. Dies widerspricht der sonst in öffentlichen Reden gemachten Einschätzung, Niedertiefenbach sehe sich als familienfreundliche Wohnortgemeinde. Wir werden hierzu Bürgermeister Müller auffordern, in der Gemeindevertretung umfassend zu informieren. Über die angesteuerten „Baustellen“ hinaus gab es noch einige Bürgeranregungen: So wurde bemängelt dass der, anlässlich des Beselicher Marktes, instandgesetzte Fußweg nach Beselich (Steilberg), nicht mit Querrinnen versehen wurde, um den seitlichen Wasserabfluss zu ermöglichen. Folge: es entstehen Ausspülungen. Bemängelt wurde, dass die Vorfahrtregelung an der Ecke Zur Aussicht / Hahlbergstr. nicht übersichtlich ist und ein entsprechendes Vorfahrtzeichen angebracht werden sollte. Der Verbindungsweg zwischen der Schulstraße und der Grabenstraße (Sicke Waegelsche), der sowohl als Abkürzung aber auch als Einkaufsweg, auch von älteren Menschen, benutzt wird, ist an seinem tiefsten Punkt dringend reparaturbedürftig. Es gibt Absenkungen und möglicherweise könnte das darunter befindliche Abflussrohr defekt sein. Zudem habe die Gemeinde wohl die Verkehrssicherungspflicht und schon allein deshalb sollte dieser Teil des Weges instandgesetzt werden.

 

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